24-Stunden-Betreuung: was der Begriff wirklich bedeutet

Der Begriff ist verbreitet, aber missverständlich. Eine Betreuungskraft lebt im Haushalt und ist im Alltag da, arbeitet aber nicht rund um die Uhr.

Was damit gemeint ist

Sie wohnt vor Ort, das ist keine durchgehende Arbeitszeit

Bei der sogenannten 24-Stunden-Betreuung zieht eine Betreuungskraft für die Zeit ihres Einsatzes in den Haushalt oder in die Nähe der betreuten Person. Sie hilft im Alltag und im Haushalt. Weil sie vor Ort wohnt, ist oft jemand im Haus.

Darauf weist auch die Verbraucherzentrale in ihrer Broschüre zu ausländischen Haushaltshilfen hin.

Arbeitszeit, Pausen und freie Zeit

Feste Arbeitszeiten, Pausen und freie Zeit

Wir besprechen vorab, wie der Tag aussehen kann und wer in den freien Stunden da ist, etwa Angehörige, Nachbarn oder ein Pflegedienst.

Wenn nachts Hilfe nötig ist

Gelegentliche Einsätze lassen sich meist vereinbaren

Geben Sie im Fragebogen an, ob und wie oft nachts Hilfe gebraucht wird. Wenn jemand dauerhaft wach sein oder ständig beaufsichtigt werden muss, reicht eine Person nicht aus. Dann besprechen wir ehrlich, welche zusätzliche Hilfe nötig ist.

Was die Betreuungskraft übernimmt

Haushalt, Essen, Begleitung und einfache Grundpflege

Haushalt
Einkäufe, einfache Mahlzeiten, Spülen und Küche, Wäsche und Bügeln, Bettwäsche wechseln, Ordnung, Staubsaugen, Staubwischen und einfache Bodenreinigung, Zimmerpflanzen gießen.
Essen
Speisen zubereiten, servieren und mundgerecht vorbereiten, Hilfe beim Essen, soweit keine medizinische Fachleistung nötig ist.
Alltag und Begleitung
Gesellschaft, Gespräche und ein fester Tagesablauf, Spaziergänge, Begleitung zu Arzt, Behörden, Einkäufen, Familienbesuchen, Kirche oder Friedhof, Hilfe bei der Organisation von Terminen.
Einfache Grundpflege
Hilfe beim Waschen, Duschen, Kämmen, Rasieren und Zähneputzen, beim An- und Auskleiden, Aufstehen, Gehen und Treppensteigen, einfache Hilfe beim Toilettengang und bei der Intimhygiene, soweit keine medizinische Fachleistung nötig ist.

Der genaue Umfang richtet sich nach dem Bedarf und wird im Vertrag vereinbart. Die Grundpflege macht nur einen begrenzten Teil der Arbeitszeit aus.

Was nicht dazu gehört

Behandlungspflege und schwere Arbeiten rund ums Haus

Medizinisches
Medikamente verabreichen, dosieren oder sortieren, Blutdruck messen, Injektionen, Wundversorgung, Verbände und Katheter wechseln, Dekubitusversorgung, medizinische Fußpflege. Das übernimmt zusätzlich ein ambulanter Pflegedienst.
Haus und Garten
Fensterputzen, Grundreinigung, Gartenarbeit und Rasenmähen, Laub, Schneeräumen und Streuen, Arbeiten in Garage, Keller, Dachboden oder Nebengebäuden.
Technik und Handwerk
Ofen- und Kaminheizung, komplexe Heizungsanlagen, Reparaturen und Renovierungen, Autowäsche, Landwirtschaft.

Was Sie im Haushalt brauchen

Ein privates, möbliertes Zimmer

Im Haushalt oder in der Nähe, dazu Verpflegung. Wir planen mit zwei, höchstens drei festen Betreuungskräften, die sich im Rhythmus von zwei bis drei Monaten abwechseln.

Was das kostet, erklären wir unter Kosten.

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